Der Mensch als Produkt – Die Welt berichtet über die Reproduktionspraxis in den USA

UnbenanntDass die Vorstellungen darüber, welche Reproduktionsmethoden im Einzelfall Personen mit Kinderwunsch offen stehen, von Land zu Land differieren, ist allgemein bekannt. In einem lesenswerten Artikel berichtet die Welt nun über die gegenwärtige Praxis in den USA. Weiterlesen

Marie-Therese Ziereis: BGH – Pauschalierter Zugewinnausgleich im Todesfall nach § 1371 Abs. 1 BGB ist güterrechtlich zu klassifizieren

Bild1Der BGH hat mit Beschluss vom 13. Mai 2015 (Az. IV ZB 30/14) den jahrzehntelangen Streit um die Qualifikation des pauschalen Zugewinnausgleichs nach § 1371 Abs. 1 BGB entschieden. Danach ist dieser rein güterrechtlich zu qualifizieren und somit in einem internationalen Erbfall anzuwenden, dessen Erbstatut ausländisches Recht und Güterstatut deutsches Recht ist.

Die Entscheidung hat u.a. Auswirkung auf Personen, die mit dem Erblasser in abstammungsrechtlichen Beziehungen stehen, da das gesetzliche Erbrecht in der Regel an diese anknüpft. Die Erbquote von Abkömmlingen des Erblassers kann damit auch bei Anwendbarkeit eines ausländischen Erbrechts durch die Anwendung des deutschen Ehegüterrechts modifiziert werden. Weiterlesen

Studie: Geschlecht des Kindes… sollten Eltern die Wahl haben?

Studie JanetAn der Universität Augsburg wird gerade eine interessante Studie durchgeführt zur Geschlechtswahl vor Geburt. In Deutschland ist eine Auswahl des Geschlechts im Rahmen der künstlichen Insemination derzeit grundsätzlich verboten, auch andere Länder, z.B. die Niederlande, lassen eine Geschlechtswahl nicht zu.

Die Doktorandin Janet Wigge forscht an der Universität Augsburg zu dem Thema und hat vor kurzem einen Online-Fragebogen zur Beantwortung freigeschaltet. Der Fragebogen zielt darauf ab, ein möglichst repräsentatives Meinungsbild der Gesellschaft darüber zu ermitteln, inwieweit eine Geschlechtswahl vor Geburt für Eltern überhaupt von Interesse ist und inwieweit die Zulassung einer solchen im Konsens unserer Wertvorstellungen liegt. Der Link zur Studie findet sich hier.

Die Ergebnisse dürfen mit Spannung erwartet werden.

Alexander Diel: Leihmutterschaftstourismus – Kein Raum für generalpräventiv motivierte Sanktionen im Statusrecht?

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„Leihmutterschaft – Mein Bauch gehört nicht mir“ (Albrecht, FAZ v. 12.08.2014, Link), „Thailand hindert Paar mit Leihmutter-Baby an Ausreise“ (Süddeutsche v. 15.08.2014, Link), „Eltern und Leihmutter streiten über Baby Gammy“ (FAZ v. 04.08.2014, Link), „Babyfabrik in Thailand – Japaner zeugt reihenweise Leihmutter-Babys“ (Oelrich, Stern v. 19.08.2014, Link).

Diese exemplarischen Schlagzeilen der jüngeren Pressevergangenheit lassen fast intuitiv fragen: Wie weit darf Reproduktionsmedizin gehen? Dass diese Frage – wenn überhaupt – nur äußerst schwer zu beantworten ist, liegt auf der Hand. Sie zu stellen, ist dennoch unvermeidlich. Denn bei der Kinderwunscherfüllung greifen Paare immer häufiger auf eine Leihmutter zurück. Und wie der Presse zu entnehmen ist, realisiert sich somit auch vermehrt das damit verbundene Konfliktpotenzial. Weiterlesen

Eizellenbank – erste Studie zur institutionalisierten Eizellenspende in den Niederlanden veröffentlicht

EizelleIn den Niederlanden ist neben der Samen- und Embryonenspende auch die Spende einer Eizelle möglich. Seit 2012 ist die Eizellenspende institutionalisiert. Seit diesem Zeitpunkt haben die ersten zwei Eizellenbanken damit begonnen ihren Bestand an Eizellen aufzubauen. Eine erste Studie des Universitair Medisch Centrum (UCM) Utrecht offenbart nun interessante Einblicke in die Praxis. Weiterlesen